1. Mannschaft

Interview mit Carsten Bengs

Mannschaftsfoto der 1. Mannschaft aus der Saison 2016/2017 Landesliga Mitte

Carsten Bengs im Gespräch mit Handball Aktuell

Der TV Breckenheim geht mit einem neuen Trainer in die kommende Bezirksoberligasaison. Handball Aktuell (HA) sprach mit Carsten Bengs (CB) kurz nach Vorbereitungsbeginn.

 

HA: Hallo Carsten, wie ist der Kontakt zum TV Breckenheim zustande gekommen?

CB: Hallo. Also zuerst hat sich Heinz Bohrmann bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte in der kommenden Saison den TV Breckenheim zu trainieren, da sie momentan auf der Suche nach einem Trainer für die neue Saison seien. Nach unserem ersten Gespräch war mir klar, dass hier eine junge Mannschaft neu aufgebaut wird und ich eventuell meinen Beitrag dazu leisten könnte.

HA: Kannst Du Dich für all diejenigen, die Dich noch nicht kennen, kurz vorstellen?

CB: Ja klar. Ich bin 35 Jahre alt, seit sieben Jahren mit meiner Frau verheiratet, habe zwei Töchter (fünf bzw. zwei Jahre alt). Ich habe in Mainz Sport studiert und arbeite jetzt in Frankfurt in einer Sportmarketingagentur.

HA: Wie bist du zum Handball gekommen und wie verlief dein sportlicher Werdegang?

CB: Angefangen mit dem Handball habe ich schon mit sechs Jahren. Da mein Vater ebenfalls Handballer war, wurde mir eine gewisse Veranlagung wohl in die Wiege gelegt und der Weg zum Handball war schon einigermaßen vorgezeichnet.

In der Jugend habe ich beim VfL Heppenheim, meinem Geburtsort, gespielt. Dann ging es über Eintracht Wiesbaden in die 2. Bundesliga und schlussendlich zur SG Wallau/Massenheim, bei der ich neun Jahre in der 1. Bundesliga spielen konnte.

Anschließend habe ich noch zwei Jahre in der 2. Bundesliga in Groß-Bieberau und Münster gespielt, um dann als Trainer zur SG Wallau/Massenheim zurückzukehren mit der ich als Regionalligameister in die zweite Liga aufsteigen konnte.

HA: Was für ein Trainertyp bist du?

CB: Ich denke erfolgreich Handball spielen kann man nur, wenn man eine gute Abwehr hat. Daraus kann man über ein geordnetes Gegenstoßspiel zu leichten Toren kommen und muss sich so nicht in jedem Angriff an der gegnerischen Abwehr reiben. Daran werden wir in der Vorbereitung zur Saison arbeiten und wenn sich das dann noch mit der richtigen Portion an kämpferischem Einsatz und positiven Emotionen ergänzt, wird es für jeden Gegner schwer uns zu schlagen!

HA: Wer unterstützt dich im Trainerteam?

CB: Unterstützt werde ich in Zukunft von Axel Sturm, der als Torwarttrainer fungiert. Ich bin sehr froh, dass wir Axel dazu begeistern konnten, in der neuen Saison mit uns zusammen daran zu arbeiten, hier eine junge Mannschaft aufzubauen. Axel ist ja ein „alter Breckenheimer“ und alleine deshalb ist es gut, ihn bei uns mit an Bord zu haben! Wir haben unsere Aufgaben klar aufgeteilt, er wird sich vorrangig um unsere Torhüter kümmern, aber aufgrund seiner großen Erfahrung, ist er für mich natürlich auch in anderen Dingen ein guter Ansprechpartner.

HA: Was sind deine Ziele für die kommende Runde?

CB: Bisher hatten wir erst wenige Trainingseinheiten in der Halle und das auch nur mit einer nicht kompletten Mannschaft. Im Laufe unserer ersten Vorbereitungsphase, die bis zum Ende des Monats geht, werde ich mir ein genaues Bild von der Mannschaft machen können. Allerdings ist die Mannschaft in der abgelaufenen Saison Vierter geworden und natürlich wollen wir uns dieses Jahr nicht verschlechtern!

Vorrangiges Ziel hat aber dieses Jahr, die neu aus der Jugend gekommen Spieler in der Mannschaft zu integrieren, welcher Platz am Ende dabei herausspringt, werden wir sehen. Allerdings der Topfavorit auf dem Papier sind wir sicher nicht, dazu haben sich andere Mannschaften zu gut verstärkt!

HA: Wie bist du von der Mannschaft aufgenommen worden?

CB: Wie schon gesagt, bisher hatten wir noch nicht so viele gemeinsame Trainingseinheiten, allerdings kann ich mich bisher nicht beklagen. Es sind alles sehr vernünftige Jungs und ich denke wir liegen auf einer Wellenlänge. Bis zum Auftakt der zweiten Vorbereitungsphase werde ich noch mit jedem Spieler ein Einzelgespräch führen, um auch jeden Einzelnen noch besser kennen zu lernen. Dann steht einem guten Mannschaftsgefüge inklusive Trainerteam nichts im Wege!

HA: Wenn du mal nicht an Handball denken musst, was machst du gerne in deiner Freizeit?

CB: Zum Einen habe ich einen Job, der mich ziemlich auslastet, zum Anderen eine Familie inklusive zwei kleiner Kinder, mit der ich sehr gerne die restliche Zeit verbringe. Sollte dann doch noch mal ein Stündchen Zeit bleiben, gehe ich seit einem Jahr ganz gerne Radfahren, um mich wenigstens noch ein bisschen sportlich zu betätigen.

HA: Noch mal zum Sportlichen. Manche würden vielleicht sagen, mit nur anderthalb Jahren Trainertätigkeit sei man ziemlich unerfahren. Was hältst du diesen Stimmen entgegen?

CB: Prinzipiell kann ich nichts entgegenhalten, aber das brauche ich meiner Meinung nach auch nicht! Ich habe lange Zeit relativ hochklassig selbst Handball gespielt, durch mein Studium die nötigen theoretischen Kenntnisse und zudem die Trainer B-Lizenz, wodurch ich in Theorie und Praxis die nötigen Qualifikationen mitbringe.

Trotzdem bin ich natürlich weit davon entfernt mich als einen „vollkommenen“ und „ausgelernten“ Trainer zu bezeichnen. Ich denke jeder Trainer, egal wie viele Trainerjahre er schon auf dem Buckel hat, lernt in jeder Trainingseinheit und in jedem Spiel noch dazu und kann sich weiterentwickeln. Das gilt selbstverständlich auch für mich!

HA: Carsten, Danke für das Gespräch und viel Erfolg für die kommende Saison!

CB: Danke.