1. Mannschaft Marcel Schyga gibt tolles Debüt

...die Serie hält/HSG Ländchescrew fertigt Bruchköbel ab

Die Siegesserie in der Rückrunde hält. Mit 32:23 (15:8) siegte die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim gegen die SG Bruchköbel. Bei 7:1 Punkten, aus vier Spielen, stehen die Schützlinge von Gilles Lorenz bei nunmehr 15:19 Punkten auf Platz 10 in der Tabelle. Dabei musste das HSG-Team auf zwei wichtige Rückraumspieler verzichten. Yannick Mrowietz (Schulter) und Timo Mrowietz (Sprunggelenk) standen aus Verletzungsgründen nicht zur Verfügung.

Die rappelvolle Halle sah vom Anpfiff weg voll überzeugende Gastgeber. Die 6:0 Abwehrformation auf dem Halbpositionen offensiv ausgerichtet, war das Maß aller Dinge. Jan und Arne Walter im Mittelblock zeigten sich als unüberwinbar. Der Rest der Truppe machte das HSG Tor zu einer nahezu uneinnehmbaren Festung. Der Gast wirkte verunsichert und rieb sich mit 1:1 Aktionen auf. Dahinter zeigte Dennis Quandt seine Klasse. Ab der 40. Minute rührte Vincent Robinson dann ordentlich Beton an. Nicht umsonst spricht man in Oberligakreisen vom stärksten Torhüterduo der Liga. Neben den beiden Paradekünstlern spielten sich weitere Akteure, an diesem frühen Abend in den Vordergrund.

Einen hatte der Drittligaabsteiger überhaupt nicht auf dem Radar. Marcel Schyga, Neuzugang vom TuS Holzheim. Ab der 20.Minute lenkte der Mittelmann mustergültig das Spiel. Dirigierte geschickt seine Nebenleute und sorgte mit herrlichen Tempowechseln für ein ausgewogenes Spiel der Hausherren. „Marcel ist ein sehr guter Handballer . Ein Kompliment an unseren sportlichen Leiter Mathias Beer, die den Wechsel initiierte. Er ist eine enorme Verstärkung für uns“, zollte Lorenz dem Neuzugang und Beer ein Lob.

Ihm zur Seite standen die beiden Außen. David Buckel zeigte über sechzig Minuten eine eindrucksvolle Leistung. Ab der zehnten Minute deckte er auf der Halbposition. Im Angriff geizte der Linkshänder mit einer hohen Trefferquote. Am Ende standen acht Einschläge auf seinem Konto.

Timo Treber war gerade in der Anfangphase ein die Garant. In der Abwehr aufmerksam, schaltete er im Angriff in den achten oder neunten Gang. „Blitz“ Treber war nicht zu halten und erzielte die einfachen Tore über die erste und zweite Welle. Im Rückraum platzte bei Yassin Ben-Hazaz der Knoten. Der Rechtshänder traf die richtigen Entscheidungen und zeigte viel Dampf zum Tor. „Wir sind heute gut ins Spiel gekommen und haben unser Tempo immer aufrechtgehalten. Die Abwehr stand super. Es war ein sehr wichtiger Sieg“, zeigte sich Ben-Hazaz bescheiden.

Der Aufsteiger führte schnell mit 2:0 (6.). Bereits hier zeigten die Schiedsrichter zweimal Zeitspiel für den Gast. Die HSG war der Chef im Ring. Arne Walter traf zum 13:7 (27.) Zur Pause bereits eine 15:8 Führung. Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Die Gastgeber waren weiter tonagebend. Buckel traf zum 19:9 (35.) Es folgte ein kleiner Durchhänger. Für knapp zehn Minuten bekam die Ländchescrew keinen Zugriff. „Das war vogelwild“, sprach Lorenz beim Fan-Talk von einer kurzen Schwächephase. Eine Auszeit sorgte für Ruhe und konzentriert mit viel Tempo und Selbstvertauen nahmen die Gastgeber nun wieder die richtige Ausfahrt. In der 48. Minute besorgte Schyga das 26:17. Timo Treber legte beim 29:19 (51.) in seiner unnachahmlichen Art nach. Die Vorentscheidung. Bruchköbel resignierte. David Buckel war es vorbehalten zum Endstand von 32:23 einzulochen. Den Abpfiff erlebten die Zuschauer nur noch stehend. Der Sitzplatz war out. Viel Beifall für eine eindrucksvolle Vorstellung des Aufsteigers. „Das war ein verdienter Sieg von unserer Mannschaft. Wir waren heute einfach das bessere Team“, zeigte sich Trainer Gilles Lorenz sehr zufrieden ob dem Auftritt seiner Jungs.

HSG B W/M: Quandt, Robinson, Buckel 8, Kaufmann, Luft, Botzenhardt 3/2, Hoss 1, Treber 7, Ben-Hazaz 7, Schyga 2, Arne Walter 4, Jan Walter, Barisch, Creclius

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Fuchs/Hass ((Sulzbach/Leidersbach)

Spielfilm: 1:0 (3.), 2:1 (7.), 4:4 (12.), 8:6 (19.), 9:6 (22.), 12:7 (27.), 15:8 – 16:8 (31.), 19:10 (36.), 21:14 (41.), 23:17 (45.), 26:17 (48.), 29:19 (51.), 30:21 (54.), 32:23